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Windindustrie

Branchen-Report

Zielgruppe: Wissenschaft- und Technikseiten von Tageszeitungen und Magazinen

Den Startschuss für die Branche haben Enthusiasten gegeben. Heute hat die Windenergie in Deutschland mit Abstand den größten Anteil an den erneuerbaren Energien. Mehr noch: Die Windbranche hat sich in rasantem Tempo zu einem respektablen Industriezweig gemausert, der Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze sichert.

Nach exponentiellem Wachstum seit Anfang der 90er-Jahre, erzielte die deutsche Windindustrie 2004 rund 4 Mrd. Euro Umsatz mit rund 50.000 Beschäftigten in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service.

Und das ist erst der Anfang. Mit praxiserprobter zukunftsweisender Spitzentechnologie erschließt die Branche gerade neue Märkte im Ausland und trifft die Vorbereitungen für den Einsatz von Offshore-Windenergieanlagen in großem Maßstab.

Eine Erfolgsgeschichte, an der viele beteiligt sind: Mit dem Stromeinspeisungsgesetz 1991, vor allem aber mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2000, wurde Deutschland zum weltweit größten Markt für Windenergieanlagen. Professionelle Planungs- und Ingenieurbüros haben sich auf diesen Zukunftsmarkt spezialisiert, ebenso Dienstleister in den Bereichen Wartung und Service.

Profitiert haben von der wachsenden Nachfrage nach Windrädern vorwiegend mittelständische Produzenten und Zulieferer aus den klassischen Maschinenbaubereichen - Gießereien und Kranhersteller ebenso wie Getriebe- und Wälzlagerhersteller - die mit Komponenten für die Windindustrie einen stetig wachsenden Umsatzanteil erzielen. Im Laufe der Jahre haben sich sogar ganz neue Branchen entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel Turmbauer oder Rotorblatthersteller.

Positive regionale Impulse sind unübersehbar. So haben sich entlang der Küsten, an traditionsreichen Maschinenbaustandorten Nordrhein-Westfalens, Bayerns, Baden-Württembergs sowie in Ostdeutschland innovative Kompetenzzentren im Bereich Windenergie gebildet, die ihrer Region neuen wirtschaftlichen Schub geben. Während sich etablierte Unternehmen im Westen und Süden Deutschlands neue Absatzmärkte erschließen können, bietet die boomende Windenergiebranche besonders an der Küste und im Osten des Landes struktur- und arbeitsmarktpolitische Chancen. So profitieren die Kommunen insbesondere von den Gewerbesteuereinnahmen der Windparkgesellschaften.

Unternehmensgründungen von der Projektierung über Anlagenbau und Zulieferindustrie bis hin zur Wartungsindustrie schaffen Perspektiven in den strukturschwachen Regionen. Mit dem Aufbau der Offshore-Windindustrie wird sich dieser Trend weiter fortsetzen. Denn bei einem Investitionspotenzial von 45 Mrd. Euro in den nächsten zwanzig Jahren können dann auch Branchen der Maritimen Wirtschaft - Schiffbau, Gründungsbau oder Kabelverleger - auf zusätzliche Aufträge hoffen. Hinzu kommt: Die Qualität deutscher Windenergietechnologien ist international gefragt.



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